Agil in die Zukunft

Agile Organisationen sind eine der Antworten auf die Herausforderungen von Globalisierung und Digitalisierung.
Die Dynamik und Komplexität der heutigen Märkte bedingt eine rasche Anpassungsfähigkeit von Planung, Entwicklung und Produktion, um auf veränderte Bedingungen schnell reagieren zu können, Kundenbedürfnisse früh aufzuspüren, die Innovationsrate zu erhöhen und damit den Markterfolg zu sichern.
Vor diesem Hintergrund müssen Arbeitskultur, Arbeitsmethoden und Arbeitsplatzgestaltung neu gedacht werden. Die Kultur agilen Arbeitens setzt auf Selbstorganisation und benötigt eine Umgebung, die flexibel ist, inspiriert und motiviert.

Im Sinne von Activity Based Working können Arbeitsräume und ihre Ausstattung einen wesentlichen Beitrag zur Zufriedenheit und Effizienz der Mitarbeiter leisten. Hilfreiche Ausstattung empfinden Mitarbeiter als wichtiges Signal der Wertschätzung ihrer Arbeit und macht sie damit zu einer nachhaltig lohnenswerten Investition.
Für unsere Kunden entwickeln wir Einrichtungslösungen, die auf die spezifischen Anforderungen agiler Arbeit ausgerichtet sind – flexibel, multifunktional und eigenständig. Gerne begleiten wir Sie in ihre agile Zukunft!

Agile Arbeit braucht Selbstorganisation

Selbstbestimmtheit ist einer der wichtigsten Aspekte agiler Arbeit. Um diese zuverlässig und transparent zu organisieren, werden unterschiedlichste kollaborative Arbeitsmethoden in individueller Gewichtung genutzt. Zu den prominentesten Methoden agiler Arbeit zählen Design Thinking, Kanban, Scrum und Lean Startup. Diese werden häufig mit traditionellen Projektmanagement-Methoden kombiniert. Flache Hierarchien und dezentrale Entscheidungsfindung, echter Kundenkontakt und Empathie, Verbesserung der Kommunikation und eine konstruktive Fehlerkultur sind unverzichtbare Attribute selbstbestimmter, agiler Arbeit.

Diese Arbeitskultur passt nicht in die Büroarchitektur vergangener Tage, sondern definiert einen völlig neuen Anspruch an Räume und Einrichtung. Gefragt sind inspirierende Bürokonzepte wie Open-, Multi-, Flexible- und Coworking- Spaces mit intelligent gestalteter, mobiler Einrichtung, die auf diese Arbeitskultur ausgelegt sind.

Kanban ist eine Methode, um Arbeit in Teams zu organisieren. Im Wesentlichen verfolgt Kanban die Ziele, unnötige Arbeit zu vermeiden, sich auf möglichst wenige, parallel laufendeTätigkeiten zu fokussieren und dem Team durch die Visualisierung der laufenden Tätigkeiten Transparenz zu geben was gerade läuft und ob es Verbesserungsbedarf gibt. Die Kernelemente von Kanban sind die Visualisierung des Workflow, die Begrenzung des Work in Progress, die konstante Messung und Kontrolle des Arbeitsflusses, klare Regeln für den Prozess und Instrumente um Verbesserungspotentiale zu erkennen.

Mit Scrum optimiert ein Team – in sogenannten Sprints – ein Produkt Schritt für Schritt. Ein Sprint dauert maximal 4 Wochen, um regelmäßige Optimierungen zu ermöglichen. Die priorisierten Optimierungsanforderungen erhält das Team vom Product Owner über das Product Backlog. Unterstützt vom Scrummaster entnimmt das Team dem Backlog so viele Anforderungen, wie es erfahrungsgemäß in einem Sprint bearbeiten kann. Am Ende des Sprints steht wieder ein optimiertes, nutzbares Produkt. Das Team erhält vom Product Owner Feedback und passt damit die Anforderungen erneut an. In der Retrospektive reflektiert das Team am Ende des Sprints, wie es seine Arbeitsweise verbessern kann. Dann beginnt der nächste Sprint.

Die Design Thinking Methode baut im Wesentlichen auf die Bausteine Prozess, Team und Raum. Der Prozess führt das Team in iterativen Schleifen vom Verstehen über die Problemdefinition zur Lösungsthese. Aus einer möglichst großen Zahl von Ideen und Prototypen werden im Dialog mit dem Kunden die besten Ansätze ermittelt, weiter entwickelt wieder getestet und so weiter. Das Team repräsentiert alle Vermarktungsrelevanten Disziplinen und arbeitet in flexiblen räumlichen Strukturen.

Auch Lean Startup folgt der Idee ein Produkt schrittweise an seine optimale, finale Form anzunähern. Dabei setzt Lean Startup auf einen dreistufigen Interaktionszyklus mit dem Markt. Jeder Zyklus beginnt mit einer hypothetischen Produktidee. Aus dieser Idee wird mit möglichst geringem Aufwand ein sogenanntes Mininum Viable Produkte (MVP) – also ein „minimal überlebensfähiges Produkt“ realisiert. Diese MVPs werden in den Verkauf gebracht und dann mit dem Feedback aus dem Markt Stück für Stück (d.h. MVP für MVP) erweitert und angepasst. Mit den Ergebnissen aus der Marktakzeptanz des MVP bekommt man echtes Marktfeedback darüber, welche Produktideen (d.h. Hypothesen) tatsächlich gekauft werden und welche nicht. Mit diesem Feedback werden im dritten Schritt die Produktideen weiter geschärft. Das bedeutet, dass Produkteigenschaften, die Kunden nicht kaufen, entfernt werden; oder dass Eigenschaften, nach denen Kunden fragen, aufgenommen werden; oder dass Eigenschaften, die beim Ausprobieren gut ankommen weiter ausgebaut werden. Dies kann so weit gehen, dass sich ggf. die gesamte Produktvision ändert, was als Pivot bezeichnet wird.

Multi Space Menu

Activity Based Working bringt den stetigen Wechsel zwischen Team- und Einzelarbeit mit sich. In den verschiedenen Projektphasen werden Arbeitsumgebungen mit unterschiedlichen Ausstattungen benötigt. Multi Space-Bürolandschaften zeichnen sich durch eine große Bandbreite an Flächen- und Raumoptionen aus, die von allen Mitarbeitern flexibel genutzt werden können: Bereiche für konzentriertes Arbeiten in Form von Einzelbüros, Think Tanks oder Bibliotheken, Kommunikationsbereiche für Teamarbeit und informelle Treffen, eine Lounge oder Cafeteria und Entspannungsbereiche.

Studien belegen, dass im Multi Space die Arbeitgeberattraktivität signifikant positiver bewertet wird. Die Selbstbestimmung wird gestärkt, die Zusammenarbeit verbessert, Kreativität, Leistungsfähigkeit und Offenheit für Wandel werden positiv beeinflusst. Bei der Planung muss auf eine ausgewogene Kombination unterschiedlicher Arbeitsformen geachtet werden. Das umfasst die Einrichtung spezieller Bereiche für konzentriertes Arbeiten und für verschiedene Arten der Teamarbeit und des informellen Austauschs.